Seit langer Zeit nutze ich einen HTPC, einen Wohnzimmer PC der folgende Zwecke erfüllt:
Das Gehäuse ist ein schon sehr betagtes, aber noch immer ansehnliches, Antec Fusion Remote Max. Zur damaligen Zeit war es einer der wenigen Gehäuse, welches ein ATX Mainboard aufnehmen konnte. Auch bietet es eine gut durchdachte Kühlung für potente Hardware, was auch dem großen Volumen zugesprochen werden kann. Angefangen mit einer Athlon II X2 240e und onbard Grafik, über einem Phenom II X4 965 und einer ATi 3870, bis zum aktuell verbauten und inzwischen auch schon wieder veraltetem Intel Core i7 und einer AMD Radeon 9600XT hat das Gehäuse schon so einige Generationen Hardware hinter sich und bisher alle überlebt. Folgende Hardware steckt aktuell in dem Gehäuse:
Die Radeon 9600XT ist eigentlich Overkill für das alte System. Dennoch nutze ich den HTPC auch für lokale LLM Modelle (lokale KI), die dementsprechend Leistung braucht. Der Flaschenhals ist hier der PCIe Bus, da die LLM Modelle aber vollkommen im Grafikspeicher geladen werden, ist dies zu vernachlässigen. Ein aktuelles Google Gemma 4 26B Modell bringt es somit auf weit über 40 token / sekunde. Zum Vergleich, ein halbwegs moderner Ryzen 7 5700G schafft mit reiner CPU Leistung etwa 1,5 bis 3 token / sekunde.
Zur Kühlung tragen drei Gehäuseventilatoren bei, wobei zwei hinaus blasen und einer kühle Luft ansaugt. Alle drei werden bei Bedarf BIOS seitig via PWM geregelt. Im Leerlauf ist er so gut wie gar nicht wahr zu nehmen. Unter Vollast ziemlich dezent, passiert aber eigentlich nur in Rechenintensiven Situationen oder beim Gaming.
Damals mit Windows XP MediaCenter angefangen, über ein Windows 10 Professional mit Kodi (ehemals XBMC), kommt aktuell ein Linux Bazzite zum Einsatz.
Zum spielen ist zum einem Steam installiert, welcher im BigScreen Modus startet, als Desktop verbirgt sich Bazzite typisch, ein KDE. Zum anderen finden sich diverse Emulatoren auf dem HTPC. Da ich persönlich mit Commodore aufgewachsen bin, habe ich Emulatoren für folgende Systeme in Gebrauch: